Liebe Studierende, meine Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Erb, sehr geehrter Herr Albers,
ich nehme diesen Preis – an! Natürlich freue ich mich über diese Anerkennung meiner Arbeit und danke dem Senat sehr dafür. Wenn ich mir zu dieser vorgerückten Stunde noch ein paar weitere Worte erlauben darf, möchte ich drei Dinge dazu sagen.
Das erste. Ohne meine Studierenden hätte es diesen Preis nicht gegeben. Sie sind mein wichtigster Ansporn für die stete Bemühung um eine Lehre, die sowohl dem Gegenstand als auch dem Ziel unserer Studiengänge angemessen ist. Von Ihrem verbalen und nonverbalen Echo lerne ich am meisten für meine Hochschuldidaktik. Es waren auch Ihre positiven Rückmeldungen, die dazu führten, dass ich die Bibelkundekarten nach und nach weiter entwickelt und schließlich vervollständigt habe. So lange wir in unserem Fach Studierende haben, die sich mit ihrem eigenen Denken und Fragen auf die Theologie einlassen, werde ich gerne lehren.
Das zweite. Gute Lehre braucht gedeihliche Rahmenbedingungen. Ich möchte an dieser Stelle meinen Kolleginnen und Kollegen im Ökumenischen Institut für Theologie und Religionspädagogik auch einmal öffentlich sagen, wie dankbar ich für unser gutes kollegiales Team bin. Das ist nicht selbstverständlich und nicht überall so, auch nicht im Fach Theologie. Aber es ist wichtig – auch dafür, dass ich einfach gerne hier an unserer PH bin und arbeite.
Das dritte. Ich erhalte diesen Preis als ein Angehöriger des Wissenschaftlichen Dienstes, also des sog. Mittelbaus. Hier weiß ich von vielen Kolleginnen und Kollegen in den verschiedensten Fächern, dass sie sich für unsere Studierenden und für eine gute Lehre weit über die eigentliche Arbeitszeit hinaus engagieren. Ich möchte den Preis gerne so interpretieren dürfen, dass es unserer Hochschulleitung ein Anliegen ist, die Arbeitsbedingungen für Akademische Mitarbeiter und Rätinnen so zu gestalten, dass auch weiterhin gute Lehre möglich bleibt.
Für diesen Zweck – und damit komme ich zum Schluss – soll ja auch das Preisgeld eingesetzt werden. Die Grundidee meiner Bibelkundekarten, Grundwissen knapp zu konzentrieren und in einer zur eigenen Vertiefung und Erweiterung einladenden Form anzubieten, fand auch der Verlag überzeugend. Einen guten Teil des Preisgelds werde ich daher für die Realisierung eines weiteren Karteiprojekts einsetzen, das ich gemeinsam mit meiner Kollegin Dr. Anke Edelbrock und unserer abgeordneten Lehrerin Dipl.-Päd. Ingrid Käss konzipiert habe – es soll darin um Grundfragen der Religionspädagogik sowie der Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts gehen.
Nun aber habe ich genug geredet. Vielen Dank!